
Moiré-Effekt
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Wenn mehrere Druckfarben übereinander gedruckt werden, kommt es ebenfalls zu einer Überlagerung von Linienrastern.
Um ein störendes Moiré zu vermeiden müssen die Raster im Vierfarbendruck in ganz bestimmten Winkel zueinander verdreht werden:
Schwarz kommt als dunkelste Farbe auf 45 Grad.
Yellow als hellste Farbe 90 Grad.
Magenta 75 Grad
Cyan 105 Grad.

Die möglichen Winkel werden zwischen 0 Grad und 90 Grad regelmäßig aufgeteilt.
Ein normaler Linienraster ist ein AM-Raster (amplitudenmodulierter Raster). D.h. der Abstand der Linien ist gleich groß (= gleiche Frequenz der Linien), aber die Punkte auf den Linien varieren in der Größe (= Amplitude), daher amplitudenmoduliert. Das obige Bild ist ein gutes Beispiel dafür.
Eine Alternative zum AM-Raster ist der FM-Raster (frequenzmodulierte Raster). Beim FM-Raster sind alle Druckpunkte gleich groß (= gleiche Amplitude), werden aber je nach Dichte des Farbauftrags in einem Zufallsverfahren enger oder weiter angeordnet. D.h. es variert die Dichte (die Frequenz) der gleich großen Punkte, daher frequenzmoduliert.
Bei einem frequenzmodulierten Druckraster kann kein Moiré auftreten. Auch beim Scannen ist kein Moiré möglich, da die Rasterung beim FM-Raster eher der Körnung einer analogen Fotografie entspricht.

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